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Historische Daten unserer Kirchgemeinde

Hier finden Sie alle wichtigsten Fakten der Kirchgeschichte seit dem 20. Juni 1603


Erfüllt vom Geist Jesu Christi haben vor langer Zeit Menschen der Stadt Ilmenau eine Kirche gebaut. Im Laufe der Jahrhunderte bis zur Gegenwart ist sie immer wieder erneuert worden - ein Hinweis darauf, dass unsere Kirche immer neu den Geist der Reformation und des Lebens braucht.

1. Bau: Saal-Kirche mit Apsis aus dem 12./13. Jahrhundert
2. Bau: Kirche mit Querschiff aus dem 13./14. Jahrhundert
3. Bau: Dreischiffige hochgotische Hallenkirche vom Ende des 15. Jahrhundert
4. Bau: jetzige Kirche, hochbarock, seit 1761


Genauere Datierungen:

20.06.1603 "erbärmliche Feuersbrunnst" in Ilmenau. Zerstört wurden die Turmaufbauten samt Uhr und 3 Glocken, alle Kircheneinbauten einschliesslich der Orgel. Wiederherstellung 1609-1612
25.05.1624 Brandkatastrophe großen Ausmaßes. Zerstört wurden der
Turm mit umlaufendem Wehr, Uhrwerk und Glocken
03.11.1752 Verheehrendster Brand. In kurzer Zeit war das Stadtgebiet in Schutt und Asche. Die Kirche war schwer betroffen. Die Not der Familien in der Stadt war groß, an den Wiederaufbau der Kirche war zunächst nicht zu denken. Erst als Herzogin Anna Amilia Bauholz und Geld beisteuerte, wurde am 4. August 1760 mit dem Wiederaufbau nach dem Plan des 1754 verstobenen Stadtbaumeisters Gottfried Heinrich Krone begonnen.
Noch vorhandene Teile der alten Kirche wurden eingebaut im Altarraum und dem unteren Teil des Turmes.
Der Turm-Wiederaufbau konnte erst 1769/70 beginnen.

Plünderung: Im 30-jährigen Krieg:

1. Plünderung: 03.01.1643
Wobei ein Croate
"die in der Kirche auf der kleinen Kanzel aufgeschlagene Bibel mit dem Säbel dergestalt in Stücke zerhauen, dass sie davon ganz unbrauchbar gemacht worden ist."

2. Plünderung: 23.02.1646
durch Schwedische Soldaten unter Oberst Hammerstein, der befohlen hatte, nur Altar und Kanzel zu verschonen.


Im Boden des Chorraumes, nahe dem Altar, befindet sich das Grab der Herzogin Sophie Charlotte Albertine, 2.Gehmahlin des Sachsen-Weimarischen Herzogs Ernst-August. Die Herzogin starb am 02.03.1747. Sie war die Mutter des Herzogs Ernst-August Constantin, dessen Gemahlin Anna Amalia den Wiederaufbau der Kirche nach dem Brand von 1752 unterstützte.

1985/86 Turm-Neudeckung und Restaurierung der von einem Sturm heruntergerissenen Wetterfahrn mit der Henne. Auch der Turmknopf wurde vergoldet.
Bei den Bränden zerschmolzen wiederholt die Kirchenglocken. Die im Jahre 1770 aufgehängten Glocken mussten im ersten Weltkrieg abgeben werden. Das jetzige Geläut stammt aus der Zeit nach dem 1. Weltkrieg.

Kircheninnenraum:

1760/61 Beim Wiederaufbau: Duchgreifende barocke Neugestaltung.
1898 Gründliche Renovierung; vorher war die Innenfarbe weiss.
Nun wurde die Kirche im Jugendstil ausgemalt.
1961 Innenraumrenovierung in den Farbtönen beige, hellgrau, lindgrün
Kanzelaufbau in rot-brauner Marmorierung.
1992/93 jetztige Farbgestaltung
Die Orgel:
1852 Einbau einer neuen Orgel. Sie hatte sechs "Vorgängerinnen".
1911 Einbau der jetzigen Orgel durch die Firma Walker, Ludwigsburg.
1961 Überarbeitung der Orgel, sie bekam einen neuen Spieltisch.
1993 Orgelrestaurierung, sie wurde in den Zustand von 1911 zurückgeführt.
Die Orgel hat 64 Register und über
4000 Pfeifen.
1993 Am Osterfest: Feier des Abschlusses der Innenrenovierung.
1994-98 Einbau einer Heizung im Kirchenschiff unt Altarraum.
Dabei wurde der Fußboden erneuert, wobei Grüfte aus
der Zeit um 1715-1765 zutage kamen.
Nach der Fußbodenerneuerung:
Anschaffung neuen Gestühls.
1996-98 Das Kultur u. Begegnungszentrum (KBZ) wurde geschaffen, wo Ausstellungen, Seminare und Gesprächsgruppen stattfinden können.

Taufstein, Block-Altar (mit seitlichen Kniebänken) und Kanzel zeigen die Lutherische Anordnung der drei zur Erlangung des ewigen Heils notwendigen Gnademittel: Taufe, Abendmahl, Predigt des Wort Gottes

Der Taufstein von 1761, vom Ilmenauer Joh. Wilh. Rittershaus geschaffen, wurde von sieben "ledigen Mannspersonen" gestiftet. Das zinnerne Taufbecken trägt das Datum: "Den 29. November 1761"

Die holzgeschnitze Abendmahlsgruppe auf dem Altar, Entstehung um 1500, stammt aus der Dorfkirche zu Reinsfeld, Kirchspiel Neuroda.

Das Altarkreuz, von 1766, mit dreisprachigem Titulus, ist aus schwarz-lackiertem Holz, hat versilberte, durchbrochene gearbeitete Metallbeschläge mit Bildmotiv am Sockel.



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